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Bester Friedhofsgärtner-Nachwuchs kommt aus Köln   (07.07.2017)

Öffentliche Abschlussprüfung auf dem Hauptfriedhof in Krefeld

Was passiert während einer Abschlussprüfung eines Friedhofsgärtners? Wie entsteht eine professionelle Grabgestaltung und welchen Fragen muss sich ein Azubi bei seiner Prüfung stellen?

Antworten auf diese Fragen gab es am 03. Juli 2017 für alle Interessierten im Rahmen der öffentlichen Abschlussprüfung der Rheinischen Friedhofsgärtner auf dem Hauptfriedhof in Krefeld. Im Mittelpunkt der öffentlichen Abschlussprüfung stand die Neuanlage je eines Einzelgrabes nach den Richtlinien des Bundesverbandes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) durch jeden der insgesamt sieben Prüfungskandidaten. Sie konnten ihr in der Ausbildung erlerntes Wissen unter Beweis stellen.

Die Prüflinge, die übrigens alle ihre Prüfung bestanden haben, stammten aus den Bezirksfachklassen der Berufskollegs Düsseldorf, Köln und Essen.

Am Ende des Tages wurde deutlich, dass sich neben der Routine aus der Arbeitspraxis vor allem eine gute Vorbereitung auszahlte. Die Azubis aus dem Berufsschulbezirk Köln hatten vorab die Gelegenheit an Workshops zur Prüfungsvorbereitung im Rahmen der Ausbildungsinitiative der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG teilzunehmen.

Die Prüfung erstreckte sich über den gesamten Tag, sowohl für die Erstellung der Grabstätten auf dem Friedhof, als auch für die mündlichen Prüfungen. „Es ist toll wie engagiert die Prüflinge hier arbeiten, ich bin begeistert von den Ergebnissen der jungen Leute“, so Erhard Fischer, Prüfer der Landwirtschaftskammer NRW.

Die besten Abschlussnoten erzielten zwei Auszubildende aus Köln.

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer NRW, den friedhofsgärtnerischen Ausbildungsbetrieben, verschiedenen Steinmetzbetrieben aus Krefeld sowie der Friedhofsverwaltung Krefeld wurde die öffentliche Abschlussprüfung durch den Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. organisiert.

Zum Beruf des Friedhofsgärtners:

Im Gebiet der Landwirtschaftskammer NRW gibt es über 165 aktive friedhofsgärtnerische Ausbildungsstätten. Über 233 junge Menschen befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Friedhofsgärtner, hiervon auch ein hoher Anteil weiblicher Auszubildender. Der Dienstleistungsgartenbau, zu dem auch die Friedhofsgärtnereien zählen, hat als Wachstumsbranche weiterhin einen hohen Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Fachkräften. Nach einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung und anschließender Praxisjahre besteht die Möglichkeit, sich durch den Besuch von Meister- und Technikerschulen weiter zu qualifizieren und neben leitenden Tätigkeiten in Betrieben auch selbst ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen.

Der Beruf des Friedhofsgärtners fällt insbesondere durch seine große Vielfalt auf. Hierzu zählen individuelle und kreative Grabgestaltung, Grabpflege, Gehölzschnitt, jahreszeitliche Beet- und Schalenbepflanzungen sowie der Einsatz und die Wartung eingesetzter Maschinen.

Neben diesen Dienstleistungen erwerben angehende Friedhofsgärtner auch umfangreiche Kenntnisse der Pflanzenanzucht, wie beispielsweise die Vermehrung von wichtigen Bodendecker-Arten.

Somit gestaltet sich der Arbeitsalltag im Verlaufe der Jahreszeiten durchaus abwechslungsreich – beginnend beim gärtnerischen Handwerk über den engen Kontakt zum Kunden bis hin zu kreativen Herausforderungen bei Grabneuanlagen.

Der Beruf des Friedhofsgärtners ist nicht nur ein Beruf voller Leben und mit der Natur, sondern auch ein Beruf, der jungen Menschen eine gute Zukunft und Perspektive im Arbeitsleben bietet.

Weitere Informationen zum Beruf des Gärtners mit all seinen Fachrichtungen finden Interessierte unter www.beruf-gaertner.de oder www.ruhebewahrer.de.

Die Öffentliche Abschlussprüfung bietet den Medien gute Einblicke.

Bei der Neuanlage einer Grabbepflanzung kommt es auf Zentimeter an, denn die Prüfer müssen die eingemessene Grabbegrenzung kontrollieren.

Bei der Bepflanzung wird sehr akkorat gearbeitet, z.T. sogar mithilfe von Schablonen.

Der Beruf des Friedhofsgärtners ist auch bei weiblichen Auszubildenden beliebt.

Die sieben sichtlich erleichterten Prüflinge zusammen mit ihren Prüfern.

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