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Grüner Berufsstand sorgt mit überraschender Kampagne für Nachwuchs in Köln   (19.02.2015)

Friedhofsgärtner sind „Ruhebewahrer“

Wo müssen Jugendliche heute abgeholt werden, um ihnen in der Phase der Berufsorientierung einerseits mit Verständnis zu begegnen und andererseits eine klare Botschaft zur Entscheidungsfindung zu senden?

Im Alter von 14 bis 16 Jahren spielen viele Einflussfaktoren eine Rolle, wenn es um die Persönlichkeitsentwicklung oder einfach um das Zurechtkommen im Alltag geht. Diese Erkenntnis hat auch der Fachverband Kölner Friedhofsgärtner – als berufsständische Vertretung der Mitgliedsbetriebe, die sich in Köln bereits 1959 in der nach wie vor sehr umtriebigen Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG zusammengeschlossen haben – verinnerlicht. Dem entsprechend wurde im letzten Jahr ein Ansatz für eine frische und erfolgsversprechende Nachwuchswerbung gesucht.

Mit dem Wortspiel „Ruhe bewahren! Friedhofsgärtner werden.“ wird zugleich ein Appell an die Jugendlichen gerichtet und die Bedeutung des Friedhofes als Ort der Ruhe kommuniziert. „Ohne das möglicherweise abschreckende Thema Tod und Trauer in den Vordergrund zu rücken, können wir mit unserer „Ruhebewahrer“-Kampagne im besten Fall einen Überraschungseffekt erzielen“, erläutern Dirk Klein, Vorstand der Genossenschaft, und Lutz Pakendorf, Geschäftsführer des Fachverbandes Kölner Friedhofsgärtner.

„Wenn die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler in der 7. bis 9. Klasse zumindest ein bisschen neugierig auf unser Berufsbild werden, haben wir das Ziel schon erreicht. Dabei wollen wir jedoch nicht aufdringlich oder anbiedernd sein, sondern schlicht und einfach den auch bei vielen jungen Menschen weit verbreiteten Wunsch nach Orientierung und mehr Gelassenheit in unserer hektischen Zeit aufgreifen – daher fiel die Wahl auf den treffenden Claim „Ruhe bewahren!“.

Die Notwendigkeit, sich als Berufsstand gewissermaßen „neu zu erfinden“, liegt auf der Hand, weil rückläufige Ausbildungszahlen seit Jahren eine Schlussfolgerung nahe legen, die viele der zuständigen Verbände und Kammern in Handwerk, Landwirtschaft, Handel und Industrie für sich gezogen haben:

„Wir müssen heute weitsichtig genug sein, um mit den Azubis von heute auch die potenziellen Führungskräfte und Betriebsnachfolger von morgen zu gewinnen und an uns zu binden und damit letztlich allen Familienbetrieben zu helfen, die existenzielle Nachwuchssorgen haben.

„Auszubildende dürfen heute keinesfalls als ‚billige Arbeitskräfte‘ gesehen und behandelt werden. Sie stellen mittlerweile einen Wirtschaftsfaktor dar“, stellt Pakendorf klar. „Außerdem fehlt uns manchmal das Selbstbewusstsein, sich wie ein moderner Dienstleister – mit den entsprechenden Anforderungen an das Personal – zu positionieren. Wenn wir uns mehr Qualität bei den Bewerbern wünschen, dann sollten wir uns auch selber attraktiv darstellen und mit den de facto vorhandenen Vorzügen unseres Berufes nicht hinterm Berg halten“.

Die seit 2013 laufende Ausbildungsinitiative des Fachverbands soll Jugendliche ansprechen und gewinnen, die neben dem „grünen Daumen“ auch die notwendigen menschlichen Voraussetzungen mitbringen.

„Hier wird auch die Abgrenzung des Friedhofsgärtners zu den übrigen Sparten im Gartenbau deutlich“, erläutert Pakendorf. „In unserem Ausbildungsberuf stehen der Aufbau und die Pflege einer sehr langfristigen und vertrauensvollen Kundenbeziehung im Mittelpunkt. Ein moderner Friedhofsgärtner muss heute neben seinem gestalterischen Können, den Pflanzenkenntnissen und technischem Know-how vor allem Sozialkompetenz und Serviceorientierung mitbringen.“

Die neu entwickelten Maßnahmen der berufsständischen Initiative verfolgen demnach zweierlei Ziele:

1. Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Berufsbildes Friedhofsgärtner

2. Verbesserung des Images der gewerblichen Friedhofsgärtner

Der Vorsitzende des Kölner Fachverbandes, Thomas Schlimgen, ist zugleich im Ausbildungsausschuss der Fachgruppe Friedhofsgärtner im Landesverband Gartenbau Rheinland e.V. zuständig für bildungspolitische Fragen und bringt die seit Langem bekannte Problematik auf den Punkt:

„Der Friedhofsgärtner ist eben kein Totengräber, sondern ein kreativer Handwerker, der einerseits zupacken können muss, aber andererseits auch zwischenmenschliches Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse der Angehörigen besitzt. Und was sich leider die wenigsten jungen Menschen vor Augen führen: Wir Friedhofsgärtner sind Tag für Tag in einer sehr angenehmen Umgebung unterwegs. Mitten in der Großstadt Köln bieten wir Arbeitsplätze im Grünen mit Frischluft-Garantie.“

Die Nachwuchswerbekampagne „Ruhe bewahren“ beinhaltet neben der eigenen Website www.ruhebewahrer.de und dem facebook-Auftritt ein Bündel an Maßnahmen, das vor allem die Kontaktaufnahme zu Schülern und Jugendlichen zum Ziel hat.

Kernstück der Kommunikation ist ein Kino-Werbespot, der ebenfalls mit den Vorurteilen vom „Totengräber“ aufräumt, wobei mit einer gesunden Portion Humor der Spagat zwischen dem ernsten Themenfeld Friedhof & Trauer einerseits und der Attraktivität des Berufes andererseits bewältigt wird.

„Wenn wir zukünftig – auch mithilfe unserer neuen Kommunikations- maßnahmen – jedes Jahr fünf bis zehn junge Leute für den Beruf des Friedhofsgärtners begeistern könnten, die uns auch nach einer erfolgreichen Ausbildung als Nachwuchskräfte in Köln erhalten bleiben, zahlen sich die Bemühungen unserer Initiative langfristig aus“, sind sich Lutz Pakendorf und Thomas Schlimgen sicher.

 

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